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Der Junge und sein Vertrauen
Manchmal beginnt alles mit einem Satz an der Tür.
Zwei Monate war er nicht in der Schule. Stattdessen: der Wald. Damit ihn niemand findet. Was wirklich los war, kam erst, als er sagte:„Andreas, ich will reden." Der Vater. Krankenhaus. Schwere Diabetes.
Was geholfen hat, stand in keinem Konzept.
Es war eine Hand, die ich halten durfte. Schweigen statt Fragen. Klare Worte zur richtigen Zeit.
Manchmal ist die wichtigste Intervention die, die in keinem Methodenheft steht.
„Andreas, ich will reden."
Und dann sitzt du da. Und merkst: Es geht jetzt nicht um Methoden. Nicht um Werkzeuge. Es geht um eine Hand, die er nehmen darf. Um Schweigen, das aushält, was Worte nicht können. Um drei Sätze, die alles tragen:
Du bleibst zuhause. Wir klären das. Du bist nicht allein.
Am Ende ein Brief an dich
Hey du —
danke, dass du gekommen bist. Dass du geweint hast. Wir haben aufgehört, bevor es peinlich werden konnte.
Ich kenne dich. Ich glaube, du hättest das gedacht.
Was du heute getan hast, war groß: Du bist gekommen. Den Rest klären wir zusammen.
Du warst toll.
— Der Andy
Mögen · Begleiten · Stärken
Hier könnt ihr den Beitrag herunterladen. Ihr bekommt ein eBook, das einen intensiven Einblick in die Geschichte ermöglicht und in die Tiefe geht. Geschrieben ist es als Gesprächsdialog. Ich freue mich, wenn es euch 3 Euros wert ist.
feiert fehler - sie helfen euch
Freitag, 14:47. Die Mail vom Jugendamt: "Wo ist der Bericht?"
Und dann beginnt das, was in zu vielen Teams beginnt: nicht die
Suche nach einer Ursache und Verbesserung. Sondern:
Die Schuldigensuche.
Blicke, die ausweichen. Sätze, die mit "Ich dachte, du…" anfangen. Umstände, die plötzlich zwingend waren. Irgendwer setzt sich hin und schreibt in zwanzig Minuten einen Bericht.
Das Problem ist gelöst - vermeintlich. Denn die Energie, die in die Schuldigensuche fließt, fehlt an der einzigen Stelle, an der sie etwas bewegt:
Warum ist der Fehler passiert? Was ändern wir, damit er nicht wieder passiert?
Dann sollte das kommen:
DANKE, FEHLER. DU HAST UNS WEITERGEBRACHT.
Die Person, die den Fehler gemacht hat, wird ausgezeichnet. Nicht symbolisch-ironisch. Echt. Vor dem ganzen Team. Mit einer liebevollen Kleinigkeit.
Warum?
Weil Teams, in denen Fehler bestraft werden, irgendwann aufhören, Fehler zu machen. Und damit aufhören, etwas zu wagen. Wer nichts mehr wagt, entwickelt keine pädagogische Kreativität. Und wer keine pädagogische Kreativität entwickelt, verwaltet Jugendliche nur noch.
Wer sich traut, Fehler zu machen, fühlt sich sicher. Wer sich sicher fühlt, denkt weiter. Wer weiter denkt, kommt auf Ideen, die einem Jugendlichen etwas bringen, der sonst durchs Raster fällt.
Fehlerkultur ist keine HR-Floskel. Fehlerkultur ist der Unterschied zwischen einem Team, das funktioniert — und einem Team, das wirkt.
Freut euch über Fehler.
Sie entwickeln Menschen.
Sie entwickeln Teams.
Und am Ende entwickeln sie die Arbeit, die
Jugendliche tatsächlich brauchen.
Auf meiner Ko-Fi-Seite könnt ihr das
als Essay herunterladen.
Als Bonus bekommt ihr eine Idee, wie ihr "Fehler" in euer team bringt. ;-)
Falls ihr mich unterstützen wollt,
freue ich mich über Euros.
oder seht es einfach als
Geschenk, wie ihr möchtet :-)
Link zum Runterladen:




















